Salon_03: Nancy Murphy Spicer: Biking in Berlin

 

Die in England lebende amerikanische Künstlerin Nancy Murphy Spicer zeigt ihre während eines Berlin-Aufenthaltes 2010/2011 entstandenen Papierarbeiten.

 

Die Ausstellung wird von einem zweisprachigen Katalog mit einem Text von Karin Lelonek begleitet, die Künstlerin ist zur Eröffnung anwesend.

 

2010: In ihrem Koffer sind Dinge, die man eben  mitnimmt, wenn man das erste Mal in eine Stadt kommt: ein Stadtplan und ein Reiseführer. Angekommen trifft sie eine wichtige Entscheidung und mietet ein Fahrrad – die beste Methode, eine Stadt kennenzulernen, besonders aber Berlin. 

 

 

Zunächst plant die Künstlerin ihre Fahrrad-Streifzüge in Hinblick auf Künstlerateliers, Galerien, Studios und Museen. Aber nur selten fährt sie auf dem kürzesten Weg dorthin, macht vielmehr Abstecher mit spontanen Richtungswechseln hier und dort. Sie erlebt die Stadt, entdeckt den Rhythmus der Straßen, ist gewissermaßen »Fahrrad-Flaneur«. Dank Berlins spürbar fahrradfreundlicher Anlage bewegt sie sich ganz frei, aber in dem Bewusstsein, dass — nur zwei Jahrzehnte früher – die Mauer alle Berliner gezwungen hatte, völlig andere Wege einzuschlagen bzw. viele eben gar nicht zuließ. Nancy Murphy Spicer überquert ehemalige Zonen- und Sektorengrenzen mühelos und radelt unbefangen durch die vereinigte Stadt.

Sie zeichnet ihre Fahrradstrecken auf ihrem Stadtplan ein, um sich zu orientieren und zu erinnern. Der Touri-Stadtplan wird zu ihrem geographisch-räumlichen Tagebuch. Kuriose Formen entstehen, führen zu Umrissen, Flächen und Konstellationen, die sich in der Serie Biking in Berlin, frei umgesetzt, wiederfinden.

 

 

Für weitere Informaionen siehe auch www.murphyspicer.com

 

Bilder von der Eröffnung am 18. Juli 2012