FILMPRÄSENTATION: Schafhaus / Casa de ovejas

Alberto Masliah, argentinischer Regisseur, präsentiert seinen Spielfilm »Schafhaus«

Ich freue mich sehr, dass der argentinische Filmemacher Alberto Masliah in meinem 18m-Salon seinen ersten Spielfilm zeigen und danach für Fragen zu Verfügung stehen wird.

 

Wie immer ist der 18m-Salon auch am 18. Mai ab 18h geöffnet. Um ca. 19h werde ich Alberto kurz vorstellen und ihm Gelegenheit geben, etwas zur Entstehungsgeschichte zu erzählen, um danach den Film zu zeigen, der in spanischer Sprache gedreht ist, aber englisch untertitelt ist. Nach der Vorführung gibt es die Möglichkeit, sich bei einem Glas Wein/Wasser/Saft über argentinisches Kino und die Herausforderungen von Dokumentar- vs. Spielfilmen (und natürlich auch über andere Themen) auszutauschen.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden für Wein sind willkommen.


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Me alegro mucho que Alberto Masliah, director y productor de cine argentino, va a presentar su primer pelicula de ficción en el 18m-salon. Como siempre, el salon será abierto el 18 de mayo a partir de las 18:00 hrs, alrededor de las 19:00 hrs voy a introducir brevemente a Alberto, pedirle que cuenta un poco como se formó la idea de esa pelicula y cuales son los temas que a él mas le importan transmitir tras el medio de cine. A partir de las 19:30 la pelicula será estrenada. Después el público tendrá la posibilidad de preguntar, ya con un vasito de vino/agua ....

 

Entrada libre y gratuita

 

Von Deutschland, wo er lebt, fliegt Ernesto (36) nach Trelew in Argentinien. Seine Großeltern hatten ihn, als er 3 Jahre alt war, nach Deutschland geholt, weil seine Eltern während der Militärdiktatur verschwunden waren. Zum ersten Mal kehrt er nun in sein Heimatland zurück, um sich um geschäftliche Beziehungen seines kürzlich verstorbenen Großvaters zu kümmern, die dieser mit argentinischen Woll-Lieferanten unterhielt.

Geplant ist ein Treffen mit Oscar Quiroga, einem der ältesten Freunde des Großvaters. Dieser überreicht ihm sogleich ein Foto, auf dem mehrere Menschen vor einem Landsitz posieren, einer der Männer hat einen Jungen auf dem Arm – Ernestos Vater. Ernesto ist tiefberührt, ist es doch das erste Foto, das er von seinem Vater überhaupt jemals sah. Und auch von dem im Hintergrund sichtbaren Landsitz »Schafhaus«, wo seine Großeltern gelebt hatten, hört er zum ersten Mal …

Unter dem Vorwand, sich die Wollproduktion selbst ansehen zu wollen, mietet Ernesto ein Auto und fährt nach Patagonien, wobei seine eigentliche Motivation ist, den Schauplatz des Fotos finden zu wolllen. Müde und erschöpft baut Ernesto nach Tausenden von Kilometern einen kleinen Unfall und ist gezwungen, mehrere Tage bei einer Tankstelle zu bleiben, bis sein Auto von einem handwerklich geschickten Anwohner repariert wird. Dort trifft er Flor, die Besitzerin, Erika und deren jugendlichen Sohn Martin.

Zufällig hatte er im Mietwagen ein Kinderbuch gefunden, das von einem kleinen Schaf erzählt. Genervt und gelangweilt blättert er wieder und wieder darin, bis er bemerkt, dass eine Zeichnung in diesem Buch der Situation auf dem Foto seines Großvaters sehr ähnelt. Die Autorin des Kinderbuches, Georgina, ist nicht unbekannt und wohnt nicht weit von der Tankstelle, so dass er sich auf den Weg macht, diese zu besuchen. Sie empfängt ihn herzlich und gerührt, war sie doch eine gute Freundin seiner Mutter. Ernesto hört erstmals im Leben jemanden von seinen Eltern erzählen, was die Großeltern aus Schmerz immer verweigert hatten. Georgina überreicht ihm auch die Schlüssel zu »Schafhaus«, wo Ernesto endlich die Möglichkeit hat, Teile seiner eigenen Herkunft zu rekonstruieren …

Alberto Masliah, 1967 in Buenos Aires geboren, ist Produzent, Regisseur und Schauspieler. Seinen Abschluss als Filmemacher erhielt er an der Vicente López Cinema School in Buenos Aires, wo er seit 1995 auch unterrichtet. Als Schauspieler hat er vor allem an Offtheatern und in Low-Budget-Filmen  gespielt.

Er produzierte mehrere Dokumentarfilme, darunter  2005 »Negro Che. Los primeros desaparecidos« (»Negro che. Die ersten Verschwundenen«), bei dem er auch Regie führte. Der Film handelt vom Kampf afro-argentinischer Bürger gegen das Verschwinden ihrer kulturellen Wurzeln. Mit diesem wurde er u.a. zu Filmfestivals in Gibara (Cuba), Mexiko City und Buenos Aires eingeladen. 2009 produzierte er den Feature-Film »Vecinos« (»Nachbarn«), 2010 »Domingo de Ramos« (»Palmsonntag«). 2012 produzierte er den Dokumentarfilm »El ultimo Quilombo« (»das letzte Quilombo /Durcheinander«), der beim 15ten internationalen Film Festivalder Menschenrechte als bester nationaler Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

Bei seinem ersten Spielfilm, »Schafhaus«, führte er selbst Regie, war aber gleichzeitig auch Produzent und trat in einer Nebenrolle als Schauspieler auf. Momentan arbeitet er an dem Dokumentarfilm »Huellas de un encuentro de culturas« (Spuren eines Zusammentreffenes von Kulturen«).