Salon_13: Stephanie Senge: Konsumkonstruktivismus II

nach Friedrich Vordemberge-Gildewart

Ausstellungseröffnung am 18. April 2013, 18-21h. Die Künstlerin ist anwesend.

18. April – 30. Juni

Besichtigung der Ausstellung während des gallery weekend am 27./28. April 2013 je 15-18h und ab 29. April  nach Absprache direkt mit der KÜnstlerin: 0177 / 44 58 316    s@stephaniesenge.de

 

Toblerone-Komposition Nr. 74, Konsumverpackung, Acryl auf Holz, 50 x 80 cm, 2013
Toblerone-Komposition Nr. 74, Konsumverpackung, Acryl auf Holz, 50 x 80 cm, 2013

Im November 2011 hatte Stephanie Senge bei 18m erstmals konsumkonstruktivistische Arbeiten gezeigt – Kompositionen, die formal an Gestaltungsprinzipien des Konstruktivismus anknüpfen, inhaltlich aber auf das Senges Werk durchziehende Thema „Konsum“ fokussieren. Die titelgebenden Originalverpackungen sind jeweils in die klassischen Tafelbilder (Acryl auf Holz) integiert, wodurch sie eine halbreliefartige Wirkung haben.

 

 

 

Für die ab 18. April bei 18m gezeigten Arbeiten hat die seit 2013 in Berlin lebende Künstlerin ihre Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus intensiviert und weitergetrieben: Explizit an Werken des Malers, Bildhauers und Grafikers Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899–1962) orientiert, kombiniert Senge in strengen Kompositionen Zwei- und Dreidimensionalität und referiert damit durchaus auch auf Ideen, die in konstruktivistischen Kreisen diskutiert und ausprobiert wurden. Vor allem aber zeigt sich in diesen neuen Arbeiten eine logische Weiterentwicklung, die an Stephanie Senges eigene Traditionslinie anknüpft: ähnlich wie ihre 99-Yen-Shop-Ikebanas oder die Konsum-Mandalas unterwirft sie sich auch hier einem Gestaltungsdogma, innerhalb dessen sie die Freiheit findet, es für sich und ihr Thema sinnfällig und zeitgenössisch zu interpretieren.

 

 

Gift Deals!, 25 x 25cm, Acryl auf Papier, 2013
Gift Deals!, 25 x 25cm, Acryl auf Papier, 2013

Außerdem zeigt Stephanie Senge 12 Papierarbeiten aus ihrer Serie "Schweinebauchwerbung", für die sie in NY gesammelte Anzeigenblätter (25x25cm) mit groß ausgezeichneten Preisen (in der Werbebranchensprache als "Schweinebauchwerbung" bezeichnet) teils lasierend übermalt, teils darauf enthaltene Slogans in den Vordergrund rückt: Die aggressive Ansprache des Konsumenten mit etwa "You pay" / "Savings" / "Gift Deals!" usw. wird überdeutlich und von der eigentlichen Werbebotschaft abstrahiert.