BÜROZEIT u.a. Ansichten einer Autorenfotografin

Hildegard Ochse (1935–1997)

 

VERNISSAGE: 18. März 2014, 18-21h

 

Ich freue mich sehr, für eine besondere Ausstellung die Türen des 18m-Salons nach einer (auslandsaufenthaltsbedingten) Pause wieder zu öffnen:

 

In der ab 18. März gezeigten Auswahl von Fotografien Hildegard Ochses (www.hildegarde-ochse.de) wird der selbstbewusste Blick einer Künstlerin deutlich, die sich in der Konzeption ihrer Serien an Meisterfotografen orientierte, ihre eigene Handschrift aber dabei klar sichtbar machte. Nicht umsonst ist Hildegard Ochse in der Sammlung der Berlinischen Galerie vertreten.

aus der Serie »Im Dienst«, 1987
aus der Serie »Im Dienst«, 1987

 
Der Schwerpunkt dieser Ausstellung wird auf zwei Serien mit Berlin-Bezug liegen, die aus dem Jahr 1987 stammen. In der ersten der beiden ging die Fotografin nicht nur der Frage nach, wie der deutsche Beamte/die deutsche Beamtin aussieht, sondern oder vor allem, wie er/sie sich selbst sieht/inszeniert. Aus dieser Serie werden nun erstmals alle Frauenbilder gezeigt. Wie es um die sprichwörtliche Zuverlässigkeit, Ordnung und Sauberkeit des deutschen Beamten bestellt war, bleibt offen, nicht jedoch der den Bildern eingeschriebene Zeitgeist. Dass dennoch immer der Mensch für sie im Vordergrund stand, wird auch  Serie »Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM)« deutlich. Hier rückte sie die Gesichter der Frauen in Verbindung mit den von ihnen praktizierten manuellen Geschicklichkeiten ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Weiterhin werden ausgesuchte Landschaftsbilder von Reisen gezeigt, die das weite Spektrum der Fotografin zumindest andeuten.

Neben den Fotografien wird ein Video präsentiert, das Benjamin Ochse, in dessen Besitz sich der Nachlass befindet, produziert hat. Es folgt den Fahrten, die Hildegard Ochse 1983 auf den West-Berliner Strecken der S-Bahn zurücklegte. 

 

 

Besichtigung: 19. März bis 15. April 2014 (fast) jederzeit nach Vereinbarung:

mail: look@18m-galerie.de

telefon: 0163 8870 2904